Bei der Erstellung von Nagelwänden gehen wir von einer Etappierung in Längsrichtung der Wand aus, wie in den untenstehenden Bildern in der Ansicht dargestellt.
Dabei findet eine räumliche Erddruckumlagerung statt, welche mit klassischen Methoden rechnerisch nicht erfasst werden kann.
Die Etappenlängen werden aufgrund von Erfahrungswerten festgelegt und bestehen nur kurzfristig, solange keine kraftschlüssige Sicherung durch eine Spritzbetonschale und den Nägeln besteht.
Grosse Etappenlänge
Sollte die Etappenlänge so gross gewählt werden, dass keine räumliche Erddruckumlagerung ausgebildet werden kann, sollte die Standsicherheit der Bauzustände überprüft werden.
Dazu muss das Modell in der betreffenden Etappe in den Standsicherheitsmodul übernommen (Menü «Datei» > «Berechnung erzeugen für…» > «Standsicherheit») und für den Bauzustand angepasst werden.
Beispiel für die Analyse eines Bauzustandes im Standsicherheitsmodul
Etappe 2 im Modul «Nagelwand»:
Etappe 2 ins Modul "Standsicherheit" übernommen und angepasst:
Anpassungen:
- untere Nagellage deaktivieren
- unterer Punkt Scherwiderstand verschieben
- eventuell Geometrie Gleitliniendefinition anpassen
Der Benutzer muss entscheiden, ob für einen kurzfristigen Bauzustand bessere Bodenkennwerte eingesetzt werden dürfen.
Mit dem Menü «Fenster» kann zwischen den geöffneten Berechnungen gewechselt werden.
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